Sitz! Platz! Aus!

Wenn Dein innerer Schweinehund eher eine deutsche Dogge als ein Chihuahua ist


Kennst Du das auch, wenn Du Deine Sporteinheit während der Woche täglich verschoben hast, Dir dann fest vornimmst , es am Wochenende genussvoll zu tun, um dann von spontanen Entscheidungen im Zeitmanagement so vom Plan wegzukommen, dass es trotz Freizeit wieder nicht klappt?

Da liegt dann Dein innerer Schweinehund dick und bramsig in seinem Körbchen und schnarcht bequem vor sich hin. Er hat ja auch gewonnen. Den lockt jetzt nichts mehr von seiner Schlafstätte. Ausser vielleicht ein riesengrosses Leckerli! Das Leckerli muss aber schon riesig gross sein, dass Deine störrische Dogge den Hintern hoch bekommt und sich in ein folgsames Lamm verwandeln mag. Was könnte das also sein?


Ich habe das ultimative Leckerli für alle gefunden!


Ok, das war gelogen, denn seien wir mal ehrlich. Wenn es das gäbe, dann wäre es schon längst auf dem Markt und keinem von uns würden diese Situationen noch passieren.

Aber es gibt wirksame Strategien, um das Tier dennoch zu dressieren. Ob Du nun mehr Sport machen willst, ein anderes Hobby ausüben willst oder die Planung für Dein lang ersehntes Sabbatical in Angriff nehmen willst, so lange der Hund faul rumliegt, wird das nix.


Der 1. Schritt zum Erfolg ist eine Frage an Dich selbst. Wer ist der Herr in Deinem Haus? Gut, Du hast es erkannt, Du bist es! Die Selbsterkenntnis und das Bewusstwerden, wer hier der Chef ist, ist der entscheidende Anfang.

Der 2. Schritt ist die Spannungserzeugung.Bleiben wir bei dem Bild mit dem Leckerli. Wenn es einfach so hingeworfen wird, ist es nur halb so interessant. Wenn aber eine Anfütterungsphase statt findet, steigt die Spannung und damit die Vorfreude. Das erhöht automatisch die Motivation. Also mache das Leckerli interessant, indem Du es schön präsentierst, i.e. Zeigen und dabei möglichst mehrere Sinne ansprechen mit Riechen, Schmecken, Fühlen und auch mit Reizung Deiner Vorstellungskraft.

In Bezug auf Deine Sporteinheit könntest Du zum Beispiel Videos von Leuten anschauen, die Du Dir als Vorbild nehmen magst. Such Dir einen Celebrity Twin. Stell Dir vor, wie Du Dich fühlen würdest, wenn Du auch so fit wärst, wie Du essen würdest, um Dich energievoll zu fühlen und wieviel wohler Dir in Deiner Haut wäre, wenn Du Deine Sporteinheit bereits hinter Dir hättest. Spüre intensiv, wie es Dich reizt auch dahin zu kommen und wie allein die Vorstellung bereits dort zu sein Dir gut tut.

Mit diesen beiden Schritten, innere Haltung und Spannungserzeugung hast Du schon viel erreicht.


Dein Schweinehund ist nun quasi handzahm und wartet schwanzwedelnd auf seine Belohnung.


Und weil Du ein gutes Herrchen bist, kündigst Du das Leckerli gebührend an bzw. terminierst Du die Belohnung. Damit der volle Genuss entfaltet werden kann, planst Du Deine Sporteinheit diesmal mit unumstösslichen Eintrag im Kalender, organisierst Dich in dem Wissen und Vertrauen, dass das grösstmögliche Gewinn für Euch beide ist, sich diese Zeit zu nehmen. Und dann ziehst Du das einfach durch.

Wenn Du und Deine innere Dogge das einmal geschafft habt, werdet ihr das auch wieder schaffen. Die Erinnerung an das Erfolgsgefühl und der Stolz wachsen von mal zu mal und erhöhen Stück für Stück die Motivation und die Lust es immer wieder zu tun.


Und vielleicht hilft es Dir auch, wenn Du Dir vorstellst, dass Dein Schweinehund stetig kleiner wird und irgendwann auf die Grösse eines Chihuahua geschrumpft ist. Dabei könnte Dich zum Beispiel eine gezielte Hypnose unterstützen.


In diesem Sinne viel Erfolg beim Schweinehundtraining.


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© 2019 by Tatjana Ricciardi