Möge die Macht mit Dir sein

Aktualisiert: Apr 26

Oder wie funktioniert das mit der Achtsamkeit nochmal?


Achtsamkeit- Was soll das bedeuten? Dieses Wort taucht in letzter Zeit immer häufiger in allen möglichen Zusammenhängen auf und trotzdem habe ich bei der Recherche festgestellt, dass die Menschen Schwierigkeiten haben, genau zu definieren, was Achtsamkeit eigentlich bedeuten soll.


Für die einen bedeutet es, dass sie auf etwas aufpassen müssen, im Sinne von „wenn ich im Strassenverkehr nicht achtsam bin, dann wird es gefährlich“. Für die anderen ist es eine „Nach-innen-Schau“ , ich schaue, dass es mir gut geht und falls nicht, leite ich entsprechende Massnahmen ein. Es ist also eine Frage der Perspektive und der individuellen Meinung, was Achtsamkeit bedeutet.

Hier in diesem Blogbeitrag möchte ich den Fokus auf das tatsächliche Leben in Achtsamkeit legen.


Wer achtsam ist, befindet sich fest verankert mit beiden Beinen auf dem Boden.


Die Aufmerksamkeit liegt voll und ganz im Hier und Jetzt. Es wird sich auf das konzentriert, was genau in diesem Moment stattfindet. Und hier liegt auch das allergrösste und machtvollste Werkzeug, dass wir Menschen aus dem Werkzeugkasten unseres genialen Gehirns auspacken können. Die bewusste Entscheidung, sich mit vollster Aufmerksamkeit auf etwas zu fokussieren ist ein Akt der Kontrollübernahme. Und unser Verstand liebt die Kontrolle über alles. Wir sind aktiv und bestimmend in dieser Situation und wir entscheiden bewusst und zielgerichtet unsere Achtsamkeit zu nutzen. Worin liegt also die Kraft? Es ist das gute Gefühl, dass wir Meister unseres Lebens sind. Wem hilft das am meisten? Allen Menschen, die sich in Lebensphasen befinden, die sie ohnmächtig machen – ohne Macht da zu stehen fühlt sich grauenvoll an. Es ist als würde man vor einer riesigen Welle stehen, die einen zu überrollen droht.

Manifestieren tun sich diese Ohnmachtssituationen zum Beispiel in Panikstörungen oder Angstattacken oder völliger Erschöpfung.

Das Gefühl nicht der Kapitän im eigenen Leben zu sein, macht angst und bange.

Wie kann man achtsam werden, wenn es einem so elend geht? Darin liegt das Geschenk der Achtsamkeit, denn man kann sie mit sehr einfachen Mitteln in sein Leben bringen. Was folgt, sind Ruhe und Ausgeglichenheit und das dient der Klarheit und der Kraft zum Surfen durch die Wellen des Lebens.


Achtsam sein im Alltag lässt sich an einigen Beispielen aufzeigen und soll Dich animieren, es einfach einmal auszuprobieren: Bist Du Kaffee- oder Teetrinker? Gehen wir einmal davon aus, dass Du Kaffeegeniesser bist. Dann bietet sich da schon einmal eine hervorragende Gelegenheit, achtsam sein zu üben. Denn wenn Du sowieso täglich eine Kaffeepause machst, kannst Du es einfach zeitgleich integrieren.



Stell Dir vor, Du lässt Dich für diese Kaffeepause von nichts und niemandem ablenken. Du nimmst Deine Tasse, begibst Dich an einen Platz, der Dir gefällt und machst nichts anderes als auf alle Deine Sinne zu horchen.

Wie sieht Dein Kaffee aus, welche Farbe hat er, schwarz oder eher braun oder milchkaffeefarben und wie ändert sich die Farbe beim Umrühren? Wie duftet Dein Kaffee, wenn Du die Tasse unter Nase hälst, was für ein Aroma steigt nach oben? Wie heiss oder warm ist das Getränk? Fühlst Du beim Halten der Tasse die Wärme an Deinen Händen? Was macht der erste Schluck in Deinem Bauch? Spürst Du ein wohliges Gefühl? All diese kleinen Dinge beachtest Du höchstwahrscheinlich normalerweise im Alltag nicht. Aber wenn Du es einmal probierst, wirst Du feststellen, dass so eine gewöhnliche Sache gepaart mit Achtsamkeit ein echtes Erlebnis sein kann und zwar eines, dass Dir höchsten Genuss und innere Ruhe verschaffen kann. Innerhalb von Sekunden schüttet Dein Körper entsprechende Hormone aus und Du vergisst für einen Moment alles um Dich herum. Dieser Moment kommt also fast einer Meditation gleich.


Letztlich kannst Du in jeder Situation versuchen, achtsamer zu sein. Ob das beim Essen ist, oder beim Aufräumen, beim Zurücklegen von Arbeitswegen oder beim Sport. Je bewusster und genussvoller desto besser. Interessanterweise bekommen so banale Dinge dann eine ganz andere Qualität.

In diesem Sinne viel Spass mit dem Erfahren Deiner Achtsamkeit im Alltag.

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© 2019 by Tatjana Ricciardi